Bundesrede 2008

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"Ziemlich genau vor 75 Jahren, an Pfingsten, wurde das Bundeslager der Deutschen Freischar (nicht all zu weit von hier in der Heide), von der damals herrschenden Partei aufgelöst und die Bünde wurden verboten. Heute können wir uns kaum vorstellen, wie das gewesen sein mag, plötzlich das Lager zu räumen und nach Hause fahren zu müssen. Und plötzlich vor einer Zukunft zu stehen, die auf einmal ganz anders aussah, als viele sie sich vorgestellt hatten; in der nicht mehr auf Fahrt gegangen werden durfte und "Bündische Umtriebe" verboten wurden.
Dies ist für uns heute Geschichte, aber ein bekanntes Sprichwort sagt, dass wir die Kenntniss der Geschichte brauchen, um die Zukunft zu gewinnen. Das Wissen um die Geschichte lässt uns gerüstet sein für die Zukunft. Eine Zukunft, in der wir Vergleichbares nicht erleben wollen!

Diese Zukunft, wann fängt sie eigentlich an?
Wann beginnt sie? Morgen, nächsten Monat oder in 5 Jahren?

Die Zukunft fängt immer im JETZT an, denn: Heute war Gestern Morgen.
Und Morgen ist das Heute Gestern.

Und wer ist verantwortlich für meine / unsere Zukunft?
Die Gesellschaft, der Staat, meine Lehrer / Vorgesetzten oder meine Eltern?
Haben die für meine Zukunft zu sorgen?

Nein, meine Zukunft ist in erster Linie MEINE Angelegenheit, ich bin für sie verantwortlich
- und kein anderer-

- Meine Zukunft muss ich schon selber gestalten
- Ich kann/muss sie auch selber beeinflussen
- Ich kann sie natürlich auch geschehen lassen, habe dann aber eben keinen Einfluss darauf
- "In Zukunft" oder "später mal" ist eine sehr lange, das heißt, oft eine zu lange Zeit

Schiebt Dinge die euch wichtig sind nicht auf, tut sie jetzt, sonst kann es zu spät sein!

Also:
Meine Zukunft gestalte Ich Mir
gestalten Wir Uns
gestalten Wir mit - für Uns Alle

Da wir ja nicht alleine sind auf dieser Welt, geht uns die Zukunft für alle etwas an. Denn Zukunft ist ja nicht nur eine individuelle, sondern auch eine kollektive Angelegenheit.

Damit wir in 30 Jahren immer noch ein Bundeslager besuchen können (egal wie innovativ es auch gestaltet ist), müssen wir heute an unserer Zukunft - den Horten - arbeiten.

Nicht jeder ist dafür gemacht, Hortenführer zu sein oder gar Bundesjungenschaftsführer, aber (mit-) arbeiten können wir alle. Sei es als Unterstützer für einen Pimpfen oder eine Horte, mit der Übernahme eines Amtes wie das Bundesamt oder Ehrengericht, das Heranholen von Wasser oder als Ersthelfer auf dem Bundeslager.

Es gibt viele Möglichkeiten, die Zukunft zu gestalten.
Eurem/unserem Erfindungsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.
Lasst uns die Zukunft beginnen.
Jetzt!


Hexe - Pfingsten 2008 / Gifhorn