Hortenführertreffen auf Burg Waldeck

Vom 30.01. bis 01.02.2004 trafen sich die Hortenführer der Deutschen Freischar auf Burg Waldeck (bzw. auf dem Gelände der Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck e.V.(ABW) im Hunsrück.



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Die Anfahrt durch den Hunsrück ist durch den am Vortag reichlich gefallenen Schnee sehr tückisch. Eine Fahrgemeinschaft verunfallt sogar - zum Glück ohne Personenschaden. Auf dem Burggelände liegt soviel Schnee, dass sich die Autofahrer ernsthaft Sorgen machen, wie sie aus dem verschneiten Parkplatz wieder heraus und die steile Burgstraße hinauf kommen sollen.

Aber zunächst sind am Freitag so ziemlich alle Hortenführer da und freuen sich über das Wiedersehen. Eine Vielfalt an Verpflegung ist vorhanden und darüber hinaus die Glühweinrestbestände von der Jubiläumsfeier des Ringes Ingelheim. Hervorragende Voraussetzungen also um bis in den frühen Morgen zu singen und zu erzählen.

Trotzdem am Samstag frühes Aufstehen . Dann am Vormittag intensives Arbeiten (Protokoll wird an die Teilnehmer versandt). Am Nachmittag müssen nur die Ingelheimer noch einmal feste ran, denn Pan hält mit ihnen eine bereits auf der Zukunftswerkstatt vereinbarten Sitzung zur Bewältigung ihrer Krise.

Die anderen besichtigen das für die Jugendbewegung geschichtsträchtige Gelände, planen die nächste Hortenfahrt oder genießen die Freizeit. Auf dem weiträumigen Gelände sehen wir die Tribühne der einstigen Musikfestspiele auf Burg Waldeck. Von dort aus begannen einst berühmte Barden, wie z.B. Reinhard May, ihre Karriere. Symbolträchtig steht das eher in jugendbewegten Kreisen bekannte Säulenhaus zwischen der Burg Waldeck und dem übrigen Gelände, das heute der Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck gehört. Wir gelangen durch ein geschmackvoll gestaltetes schmiedeeisernes Tor in den "Ehrenhain der Deutschen Jugendbewegung". Hier befinden sich die Gedenksteine von berühmten Persönlichkeiten der Jugendbewegung. U.a. stehen dort Steine für Karl Fischer, die Oelbermänner, Fred Schmidt, Tusk, Teut und Ernst Buske. Wie eine mahnende Kulisse riegelt das Burgtor, düster und verschlossen, mit Stacheldraht gesichert, den Ehrenhain von der Kernburg ab. Schade, denn gerne hätten wir FM, dem Bundesführer der Nerother, eine kurze Aufwartung gemacht. Allein der äußerlich bedrohliche Eindruck des Burgtores hält uns davon ab. Am Abend machen dann etliche einen Besuch bei Thea. Dann wieder lustiges Singen im Schwabenhaus bis in den frühen Morgen hinein.

Am Sonntag versammeln sich die Hortenführer im Ehrenhain, um den Gedenkstein des berühmten Freischar-Bundesführers Ernst Buske, zur Abschlußrunde.

Ernst Buske

war bedeutender und charismatischer Bundesführer der Anfangsjahre der Deutschen Freischar (DF). Er wurde im Jahre 1927 zum Bundesführer der DF gewählt. Zuvor war er langjähriger Bundesführer des Altwandervogels. Der Altwandervogel ist einer der Bünde die sich 1925 zum BDWuP, der späteren DF, zusammenschlossen. Der Nerother Wandervogel spaltete sich 1920, in Buskes Bundesführerzeit, aus dem Altwandervogel ab. Ernst Buske kam aus bürgerlichem protestantischem Hause. Er war von Beruf Jurist und Volkswirt. In frühester Jugend hatte er seinen rechten Arm verloren, weshalb er nicht als Soldat am I. Weltkrieg teilnehmen mußte. Soweit ihn seine Kameraden nicht einfach Ernst nannten wurde er in der DF "General Buske" genannt. Seine Zeit als Bundesführer der DF fiel in die Phase, in der sich Tusk, damals Mitglied der DF, bedeutenden Einfluß in der DF zu verschaffen suchte. Tusk wollte die Führung der Süddeutschen Gaue der DF an sich reißen. Leider verstarb Ernst Buske in der entscheidenden Phase , am 27.02.1930, überraschend an einer geheimnisvollen Krankheit. Eine Einigung zwischen der nachfolgenden Bundesführung der DF und Tusk konnte nicht mehr zustande gebracht werden. Tusk wurde wegen seiner für die damaligen Verhältnisse radikalen Bestrebungen aus der DF ausgeschlossen.

Kohli
Bukanier-Ring


Anm. d. Red.: Folgende Beschreibung fand ich im Netz ...also ich weiß ja nicht... :-(

"Burg Waldeck ist heute europäisches Trommelzentrum, vielbesuchter
Seminarplatz und immer noch ein Kulturzentrum für Musik und Chanson."