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Am Sonntag dem 20.07.2008 sind wir los geflogen.
Die ersten zwei Tage haben wir in Lettlands Hauptstadt Riga verbracht.
Am dritten Tag sind wir mit dem Bus nach Grandava gefahren. Von da aus
sind wir durch wenig besiedelte Landschaften gewandert. Die Leute die
dort wohnten hatten entweder eine Quelle oder einen Brunnen, wo sie ihr
Wasser herbekamen. Eine Frau hat uns sogar noch Eier mit auf den Weg gegeben.
Ab dem 4. Tag sind wir entlang eines Flusses Namens Abava gegangen. Wir
kamen an einen Campingplatz und es war super schön da. Man konnte
in der Abava schwimmen und die Sonne schien. Generell gab es die ersten
zwei Wochen nur Sonnenschein.
In den nächsten Tagen kamen wir an so schönen Orten vorbei.
Es gab eine Himbeerplantage, schöne Wiesen und Felder und es gab
sehr viele und kleine Frösche. In Lettland konnte man auch noch sehr
viele Störche beobachten. Einer ist sogar im gewissen Abstand vor
uns hergelaufen.
Nach einer Zeit mussten wir wieder Wasser holen gehen. Also haben wir
unsere Rucksäcke vor einem Haus abgesetzt. Eine ältere Frau
hatte uns gesehen und hatte uns schon zu gewunken. Als wir sie dann nach
Wasser fragten, deutete sie uns an, dass wir mitkommen sollten. Sie führte
uns zu einem Kirschbaum und aß eine Kirsche. Dabei redete sie mit
uns. Wir haben leider kein Wort verstanden. Aber da sie die ganze Zeit
auf ihre Kirschbäume zeigte, dachten wir, dass wir ihr helfen sollten,
die Kirschen zu pflücken. Also haben wir die anderen geholt und da
kam dann die Frau auch schon mit einer Leiter und einem Eimer an. Sie
gab uns auch noch Tüten und wir fingen an die Kirschen zu pflücken.
Die ganze Zeit redete die Frau mit uns und nach einer Zeit holte sie eine
Säge und sägte einen ihrer Kirschbäume für uns um.
Sie erzählte uns, dass sie 77 Jahre alt ist und dass sie ab der 5.Klasse
3 Jahre Deutsch hatte. Sie konnte außerdem ein deutsches Frühlingsgedicht
aufsagen und sie kannte das Lied "Oh Tannenbaum". Als wir ihr
eine Tüte voll Kirschen geben wollten machte sie uns klar, dass sie
auf keinen Fall welche haben wollte.
Als Dankeschön haben wir ihr dann bei 32°C "Oh Tannenbaum"
vorgesungen. Sie hat sich so gefreut, dass sie sich hinsetzten musste
und sie hatte schon Tränen in den Augen. Nachher hat sie uns dann
noch Wasser gegeben. Dann sind wir weiter gewandert.
In Lettland gab es sehr viele Bremsen. Wir hatten leider das Pech in mehrere
Schwärme reinzugeraten. Am meisten hatte es Wera erwischt. Sie hatte
um die 50 Bisse.
Am Ende der zweiten Woche waren wir noch in KapKolka am Strand. Und dann
mussten wir auch schon zurück nach Riga, da Helena schon früher
nach Hause musste. Die letzte Woche waren wir im Gauja Nationalpark. Leider
gab es keinen direkten Weg an dem Fluss Gauja zum wandern. Wir sind durch
Sigulda durch, dann nach Riga.
Und ich denke ich spreche für alle, wenn ich sage, dass es eine sehr
schöne Fahrt war.
Horridoh und Jabonah
Gesa
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