Von A wie Ausmisten bis Z wie Zaunpfahlexperimente

11-juscha-tippel-holzaktion-192Seit dem letzten Bericht nach Ostern (u. a. zum Osterbaulager) ist viel passiert. Eine Tatsache, die sich hier gar nicht abbilden lässt, ist besonders schön: Zunehmend treffen sich auch einfach mal Menschen aus der Freischar auf der Mühle, so dass sie ihre Wirkung als Bundesheim entfaltet. Nun aber der (Bau-)Reihe nach:

Himmelfahrt

Da war die Moma auf der Mühle mit vielen Freunden. Nach zügiger Anreise über 500 km mit Zwischenstopp an der inzwischen zur Reisetradition gehörenden Pommesbude bei dem zentralhessischen Gilserberg gelangten alle wohlbehalten an. Der Feiertag wurde für einen großen Rundgang genutzt. Sehr erhellend, das Grundstück auch mal von oben und von weitem zu sehen … Oben auf den Höhen ist mehr oder weniger Agrarsteppe (weithin gelb blühender Raps), in den kleinen Tälern findet dann konzentrierter Naturschutz statt.

Gebaut wurde komplett der neue Garderobenraum rechts vom Eingang – ein neuer Türdurchgang, eine Tür mit Regal verschlossen, Fußboden gefliest, Elektrik angelegt.

Überhaupt, die Elektrik: Ständig ist mattel, immer mal wieder unterstützt von stoj, unterwegs und ordnet die Kabel, baut zurück und vor, damit das Ganze sinnvoll funktioniert. Dabei hat er schon skurrile Installationen zu bearbeiten, wie den Briefkasten mit den Steckdosen am Bach.

Neben der Garderobe wurde viel im Haus und Gelände aufgeräumt und weggeschafft – und hervorragender Ziegenbraten verspeist. Gesungen wurde auch und erzählt, gelacht …

Holzwochenende

Ende Mai waren die Aktiven aus der Jungenschaft damit beschäftigt, unsere ersteigerten großen Stapel von Baumstämmen (Polterholz) auf Länge zu sägen, zu spalten und an der Mühle aufzustapeln. Eine Investition in die in Zukunft warmen Nächte. Dank Schorschs guter Kontakte vermittelt, stellte einer unserer neuen Nachbarn seinen hydraulischen Spalter zur Verfügung. Damit ging die Arbeit am harten Buchenholz rascher vonstatten als zunächst angenommen. Bei der Gelegenheit wurde auch der extrem gefährliche Abgang zum Mühlbach (Unterflurtreppe) mit einer neuen soliden Klappe aus Holzbohlen ausgestattet.

Bauwochenende August

Anfang August traf sich wieder eine Mannschaft auf der Mühle und erledigte weitere Elektrik, befestigte die untere Einfahrt mit Lava-Schüttmaterial und räumte die Werkstatt im Untergeschoss neu ein und auf. Geländepflege ist bei diesen Treffen immer auch dabei … Mitte August rückten die Mädels aus dem Bergischen und von den Alexandras an und schufen in zwei Tagen intensiver Arbeit den Spanplatten-Fußboden in dem Raum oberhalb der Werkstatt – unser Quartier für die Bauwilligen für die nächste Zeit ist bereit. Besonders für die kälteren Tage ist das ein großer Fortschritt! Und effiks hat mittlerweile den Fußboden auch lackiert, so dass das Gemach unmittelbar nutzbar ist.

Bautreffen September

Es wurde die untere Einfahrt noch weiter mit Lava-Schüttmaterial befestigt, das ganze Gelände intensiv gepflegt und weiter an der Elektrik gearbeitet (Land in Sicht!). Apropos Sicht: Zwei Fenster hat Klaus (Gafka) von ihrer Verbauung mit verschraubten Holzplatten befreit und Licht geschaffen (durch Glasbausteine). Knabber (ZV) hat das Klo im Erdgeschoss an alles angeschlossen (außer Licht, das war die bewährte Elektrotruppe) und das Abflussrohr unten so umgebaut, dass die Brandschutz-Tür zum Heizungsraum eingebaut werden konnte. Und Lem (ZV) hat mit seinen Helfern den Kamin durch das Obergeschoss hindurch hochgezogen! Vor dem Weiterbau sind jetzt zunächst u. a. Zimmermannsarbeiten zu erledigen. Die Wände des Schlafbodens im Nebengebäude sind mit Tiefengrund gestrichen worden, bereit für einen Farbauftrag. Und Veit hat mit seiner Spezialmaschine zwei Experimental-Zaunpfähle an der Straße gesetzt.

Das Formelle

Nebenbei haben die Verantwortlichen natürlich viel mit dem Bauantrag zu tun. Ein Gutachten für den Naturschutz und die Löschwassersituation ist weit fortgeschritten und die Aussichten sind derzeit positiv. Anfang Oktober stand noch ein Termin mit Zimmermann und Dachdecker auf der Mühle an. Beide Gespräche waren sehr hilfreich für unsere weitere Planung. Wir werden nun jeweils von beiden Kostenvoranschläge erhalten, sowohl für die Holzkonstruktion im 1. OG und den Dachstuhl als auch die Dachdeckung (Varianten in Schiefer, Pfanne und Blech). Weiter steht noch die Begutachtung der Gebäude durch einen Statiker an, der auch den Bau-Wärmeschutz prüft. Dies ist Voraussetzung für die erforderliche baurechtliche Genehmigung der Nutzung der Gebäude für unsere Zwecke.

Was du tun kannst (jede/r tun kann)

Du warst noch bei keinem Treffen dabei? Mach selbst eins, wann es dir zeitlich passt! Organisiere Dir eine Mann-/Frauschaft. Es ist wunderschön auf der Mühle – und wenn du nicht weißt, was du tun sollst, dort wird dir gern geholfen.

Ansonsten sind Euros auf dem Spendenkonto immer willkommen.

Bis bald, eure hagzissa

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