AK Schutz in der deutschen Freischar

Als präventive Maßnahme wird in unserem Bund jährlich ein Seminar zur „Prävention sexualisierter Gewalt“ auf dem Kochshof oder ein Seminar des RjB BaWü angeboten. Zudem muss der Bundesführung ein Führungszeugnis jeder leitenden Person vorgelegt werden.

Wie in unserem Schutz- und Interventionskonzept festgehalten, ist der AK Schutz auf größeren Veranstaltungen und Lagern als Ansprechpartner aktiv.

  • Der Verhaltenskodex und das Plakat „Du darfst das!“ wird an gut sichtbaren Stellen, insbesondere in den Sanitärbereichen, ausgehängt. Darauf ist auch eine externe Beratungs- und Kontaktstelle aufgeführt.
  • Zu Beginn jeder Veranstaltung stellt sich das Awareness-Team vor. Das Team setzt sich aus Personen unterschiedlicher Geschlechter zusammen und ist durch ein eigenes Halstuch eindeutig erkennbar.
  • Auf dem Bundeslager steht den Teilnehmenden ein Feedback-Briefkasten zur Verfügung, über den Rückmeldungen, Anregungen und Hinweise auch anonym eingebracht werden können.
  • In den Jahren 2025 und 2026 wurden die jüngeren Teilnehmenden des Bundeslagers mithilfe einer Reflexionskarte zur Wahrnehmung des Lagergeländes befragt. Ziel war es, als unangenehm oder unsicher empfundene Bereiche (z. B. schlecht beleuchtete Wege zu den Sanitäranlagen) sowie positiv wahrgenommene Orte zu identifizieren und zukünftige Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten.
  • Nach Abschluss des Lagers trifft sich der AK Schutz zur gemeinsamen Reflexion und Auswertung der Veranstaltung, um Erfahrungen zu sichern und die Schutzmaßnahmen kontinuierlich weiterzuentwickeln.



ZEITUNG 2025

Themen

  • 70 Jahre ZEITUNG (dadarish)
  • Dänemark 2024 (Horte Kweier)
  • Der lange Weg nach Opexico (Alke)
  • Unter dem Meer – Bundeslager 2024 (Tiffy, dadarish, Alke und fuchs)
  • Vom Oster-Bauen zum Oster-Bauen (dadarish)
  • Im Nest bei Marianne. Die Stimme der Mädchen im 100-Jahr-Jubiläum der Freischar (Susanne Rappe-Weber)
  • Ein Bund mit Sinn fürs Bunte – Hinweise zur Geschichte der Deutschen Freischar (Arno Klönne)
  • Aufarbeitung oder Nestbeschmutzung? Was wollen wir wissen? Arbeiten an der Geschichte der Freischar zwischen 1926 und 1933 (Wolf)

Die Zeitung als PDF:  ZEITUNG 2025




Spendengutscheine

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Grundsätze zur Abwehr von Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt

Gruppierungen und Bünde wie die Deutsche Freischar, die als Träger der freien Jugendhilfe öffentlich anerkannt sind, übernehmen damit auch immer eine besondere Verantwortung für ihre jüngeren Mitglieder. Denn sie handeln nicht nur nach selbst formulierten Zielen und Grundsätzen, sondern auch vor dem Hintergrund des Kinder- und Jugendhilfe-Gesetzes, das sich seinerseits von anderen Rechtsquellen ableitet, nicht zuletzt von den allgemeinen Menschen- und Freiheitsrechten. Um ihrem selbst gestellten Anspruch nachzukommen, Trägerin der freien Jugendhilfe zu sein, aber auch aus einem ganz traditionellen bündischen Selbstverständnis heraus ist die Qualifizierung unseres Leitungspersonals als ein Baustein zur Prävention obligatorisch.

Wie in allen größeren sozialen Verbänden, die auch Kinder und Jugendliche mit einschließen, z. B. in Schulen, Kircheneinrichtungen, Jugendheimen, Sportvereinen – aber selbst innerhalb von Familien – kommt es auch in pfadfinderisch-bündischen Gruppierungen in Einzelfällen zu Übergriffen. In den Medien wird über solche Vorfälle mal mehr, mal weniger berichtet, doch gibt es nach allgemeiner Auffassung eine Dunkelziffer.

Die Deutsche Freischar beschäftigt sich als Bund schon seit längerer Zeit mit diesem Thema. Für HortenführerInnen (GruppenleiterInnen) geht es in unseren Schulungsseminaren im Wesentlichen darum, selbst mehr Urteils- und Handlungskompetenz zu erwerben und damit den Kindern und Jugendlichen in ihren Gruppen mehr Sicherheit bieten zu können.

In den Seminaren beschäftigen sich die HortenführerInnen daher mit folgenden Fragen:

  • Was bedeutet es für jede Einzelne / jeden Einzelnen, Grenzen zu setzen und zu überschreiten?
  • Wo wird Macht verantwortungsvoll gebraucht und wo beginnt missbräuchliches Verhalten?
  • Wie kann die Gruppenleiterin / der Gruppenleiter mit der Sexualität zwischen Kindern und Jugendlichen umgehen, wo hat sie/er Grenzen zu setzen?
  • Was ist und wie sieht unser Krisenplan aus? Woher bekomme ich im Bund oder professionelle Hilfe?

Bündische Gruppen beruhen auf zwischenmenschlichen Beziehungen und menschlicher Nähe. Sie sind keine vorwiegend sachbezogenen, auf Verdienst und Gewinn hin berechneten Verbindungen. Niemand kann gezwungen werden, Gruppen- bzw. Bundesmitglied zu sein, und der „Gewinn“ liegt in erster Linie im geglückten Miteinander, neben anderen Effekten wie z. B. dem Erwerb neuer Erfahrungen und Kompetenzen auf gemeinsamer Fahrt. Aber gerade diese Grundkonstellation eröffnet die Möglichkeit zur Machtausübung – nicht jeder ist gleich stark, und so können Abhängigkeiten, z. B. emotionaler Art entstehen. Das Problem liegt also einerseits im Erkennen von tatsächlichen Grenzüberschreitungen und der angemessenen Reaktion darauf und andererseits in der Prävention sowohl unbewusster und ungewollter Grenzüberschreitungen als auch gezielten Missbrauchs. Innerhalb der Freischar ist es deshalb notwendig, sich Klarheit über die Motivation des/der Einzelnen zur Übernahme z. B. einer Gruppenführung zu verschaffen.

Ein wichtiger Aspekt in Bezug auf Prävention ist die weitgehende Öffentlichkeit des Gruppenhandelns. Deshalb soll darauf geachtet werden, dass Gruppen nicht in gesonderten, „privaten“ Beziehungen agieren, sondern im Grundsatz immer bundesöffentlich und bundesverantwortlich. Dies ist ohnehin grundsätzlich für Zusammenschlüsse unserer Art, denn eine Ansammlung unverbundener Gruppen ist kein Bund. Dieser muss dann aber auch für eine Auswahl und Qualifizierung seines Führungspersonals auf allen Ebenen sorgen und für eine angemessene Kommunikation, die sich mit allen kritischen Fragen im offenen Diskurs nachdrücklich befasst.

Die Freischar erfüllt ihre selbst gestellte und selbst verantwortete Aufgabe als Trägerin der freien Jugendhilfe immer in ihrem größeren Bundes-Zusammenhang, so wichtig die einzelne Horte (Gruppe) auch ist. Die Freischar bleibt dabei durchaus ihren bündischen Traditionen treu. Denn wenn wir die Meißner-Formel von 1913, das Postulat von dem Streben nach „eigener Bestimmung, eigener Verantwortung und innerer Wahrhaftigkeit“ ernst nehmen, dann bewegen wir uns auch immer innerhalb der Forderungen, die das Kinder- und Jugendhilfegesetz an uns stellt, nämlich die „Förderung und Erziehung des jungen Menschen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“. Dies zu erreichen haben die Freischar und andere Bünde in der Tradition der Jugendbewegung eine eigene Praxis herausgebildet, die vor Fehlentwicklungen und Missbrauch zu schützen ist.

Neben der Formulierung dieser Grundsätze wurde der Arbeitskreis Schutz gegründet, unter dessen Mitgliedern AnsprechpartnerInnen für alle im Bund zur Verfügung stehen (siehe unten), wenn es um den Verdacht sexueller Übergriffe geht. Diese AnsprechpartnerInnen werden dann anhand unseres Krisenplans alle weiteren Schritte einleiten.

Die bis jetzt durchgeführten Seminare und Veranstaltungen müssen mit ihren Ergebnissen immer wieder im Bundesleben verankert werden. Das Schutz- und Interventionskonzept der Deutschen Freischar gegen Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt wird durch den AK Schutz fortlaufend aktualisiert und die Bundesmitglieder für das Thema sensibilisiert.

Ansprechpersonen:

  • asterix
  • bifi
  • glöckchen
  • Jael
  • Jeanne
  • Lena
  • londea
  • Nele
  • Nelly
  • margaux
  • Martina
  • tiffy
  • winni

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    ZEITUNG 2023/24

    Themen

    • Schna zum 80. (hagzissa)
    • Expedition zum jüdischen Friedhof in Oberwesel (tatü)
    • Irland-Großfahrt der Horte Kweier (Jeanne)
    • Unsere erste Fahrt (Aufbauhorte Feuerbach)
    • Armenische Eindrücke (berni)
    • *Geheim: B.U.N.D* Bundeslager 2023 (dadarish)
    • Feuerrede 2023 (schrubbi)
    • Vom Frauenbauen zum Frauenbauen (Alke, keks)
    • Osterbaulager 2023 (dadarish)
    • Fronleichnamsbauen 2023 (dadarish)
    • Besuch im August (dadarish)
    • Oktober-Bauen (dadarish)
    • Geht es nicht auch ohne Krieg? (Wolf)
    • Werte im Wandel (Wolf)

    Die Zeitung als PDF:  ZEITUNG 2023/24




    Präventionswochenende auf dem Kochshof

    Am 11.-13. November 2024 trafen sich Menschen aus dem Zugvogel, der Freischar und dem BdP, um unter der Leitung von Bruno (ZV), ein Licht auf das Thema sexualisierte Gewalt zu werfen und dunkle Ecken, in unserem Bewusstsein, unseren Bünden und innerhalb der Jugendarbeit und gesellschaftlicher Räume auszuleuchten. Kein einfaches Thema, aber umso notwendiger sich diesem mutig und mit offenem Verstand zu öffnen.
     
    Zentrale Fragen, die uns in den zwei Tagen begleitet haben, waren:

    • Was ist sexualisierte Gewalt und wie ist sie definiert?
    • Was ist Machtmissbrauch – wo beginnt dieser und wo endet er?
    • Was ist ein Verdachtsfall und wie gehen wir als Vertrauensmenschen damit um?
    • Welche Strategien verfolgen Täter und Täterinnen?
    • Wie möchten betroffene Menschen, dass mit Ihnen umgegangen wird

    Die Vielfalt unserer Gruppe, mit ihren unterschiedlichen Perspektiven, hat zu einem wertvollen und intensiven Austausch zu diesen Fragen geführt. Bis spät in den Abend haben wir gemeinsam gearbeitet, geübt und diskutiert. Zudem wurden wir fantastisch von Armin sowie Heidi, Pia und Plüsch versorgt und verpflegt.
     
    Aus diesem Wochenende geht nun für unseren Bund der AK Schutz hervor, der sich für die Verankerung des Themas in der Freischar verantwortlich fühlt. Danke an Asterix für die Arbeit an dem Konzept und an alle, die bereits daran mitgewirkt haben. Dies wird die Basis sein, kreativ und ernsthaft gemeinsam im Bund gegen sexualisierte Gewalt einzutreten und Räume einzuengen, in denen Täter ihre Strategien anwenden können.
     
    Besonders im Kopf und im Herzen geblieben ist mir, dass besonders bedürftige Kinder in den Fokus von Tätern geraten und die Fragen, die für mich darin verborgen sind:
    Wie gehen wir selbst eigentlich mit unseren eigenen Bedürfnissen um?
    Was wurde uns beigebracht, wie ernst wir uns selbst und unsere Bedürfnisse nehmen?
    Was ist mit den Bedürfnissen Anderer und deren Empfindungen?
    Wie gehen wir in unseren Gruppen mit Bedürftigkeit um?
    Und zu guter Letzt: wieviel WIR und wieviel ICH braucht es in einer Gemeinschaft wie der unseren?
     
    Vielleicht ein guter Anfang dort zu starten und darüber nachzudenken, denn je bewusster wir mit dem Thema sind, desto mehr Schutz bieten wir in unserem Bund.
     
    Jabonah Jael




    Aktuelles Bekenntnis zur Mannheimer Resolution gegen Fremdenhass

    Im Jahr 1993 hat die Deutsche Freischar die Mannheimer Resolution gegen Fremdenhass mitunterzeichnet. Auch heute stehen wir uneingeschränkt hinter dieser Resolution.

    Wir stehen für unsere Demokratie ein. Wir verurteilen die rassistische Gesinnung und die demokratiefeindlichen Bestrebungen der „Identitären Bewegung“ ebenso wie der „Alternative für Deutschland“, ihrer Mitglieder, Unterstützer:innen und Wähler:innen.

    Eine Mitgliedschaft in der Deutschen Freischar ist nicht mit einer Mitgliedschaft in der AfD oder einer ihr verbundenen Organisation vereinbar.

    Mannheimer Resolution gegen Fremdenhass




    ZEITUNG 2022

    Themen

    • Kunstworkshop auf der Mühle (Nelly)
    • Gedanken einer Hortenführerin (Nelly)
    • Frauen-Bauen 18./20. März 2022 (Anja)
    • Harry Potter – Bundeslager 2022 (dadarish)
    • Draco dormiens nunquam tilliandus (asterix)
    • BuLa 2022 – Feuerrede (schrubbi)
    • Das Jahr auf der Mühle (dadarish)
    • Mit der Bahn durch Montenegro (berni)
    • MoMa und Corona 3 (dadarish)
    • Ein Exkurs zur „alten“ Deutschen Freischar (dadarish)

    Die Zeitung als PDF:  ZEITUNG 2022